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Projekte - Ideen - Menschen
3/2006
Stromversorgung selbst gemacht
wenn schon alternativ, dann ganz
Jühnde mit seinen ca. 800 Einwohnern, bei Göttingen
gelegen, ist das bundesweit erste Dorf, das seinen kompletten Bedarf an
Strom und wärme durch Biogas selbst produziert.
Die gestiegenen Öl- und Gaspreise haben die Landwirte in diesem Dorf
zu diesem mutigen Schritt bewegt.
Biogas
wird gewonnen durch Gülle und durch so genannte Energiepflanzen, wie zum
Beispiel Weizen, Roggen, Triticale und Mais.
5,5 Millionen Euro wurden investiert, z.T. auf die einzelnen Häuser
umgelegt, z.T. genossenschaftlich mit Kleinkrediten aufgeteilt.
Weil die Methangasanlage mehr Strom produziert als gebraucht wird,
speist die Gemeinde diesen ins örtliche Netz ein, was wiederum zu
zusätzlichen Einnahmen führt.
Aber dieses Projekt trägt nicht nur dazu bei, dass in
Jühnde der CO2 Ausstoß um 60% reduziert wurde und das Dorf völlig
unabhängig von Energielieferungen ist.
Der Anbau der vielfältigen Energiepflanzen sorgt auch für eine
vielseitige Flora und durch das Projekt ist das Dorf zu einer richtigen
Gemeinschaft zusammengewachsen.
Darüber hinaus bietet es den Landwirten eine weit bessere Perspektive
als der konventionelle Betrieb ihrer Landwirtschaft.
Dieses Projekt zeigt, dass vieles möglich ist, wenn man gemeinsam etwas angeht
und dass die Energieversorgung der Zukunft kreativer zu läsen ist als
durch das Festhalten an der Kernenergie oder fossilen Brennstoffen.
Weitere Infos im Internet
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