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Projekte - Ideen - Menschen15/2006 Muhammad Yunus war schon immer der Meinung , dass arme Menschen für sich selbst sorgen können, wenn man ihnen etwas zutraut. Und 1976 hatte er eine verrückte und von vielen belächelte Idee. Er gründete in Bangladesh eine Bank, die Kleinstkredite an Arme vergibt, die Grameen-Bank. Seine Kunden sind Menschen, die keinerlei Sicherheiten besitzen und bei einer normalen Bank noch nicht einmal zur Türe hereinkämen. Und er verleiht Beträge, für die sonst ein Schalterbeamter nicht den Bleistift zücken würde. Aber meist sind es diese kleinen Beträge, deretwegen Menschen ein Leben lang zur Armut verdammt sind oder sich eben ein eigenständiges Leben in Würde erwirtschaften können. Studien zufolge hat jeder zweite Grameen-Kunde mit einem eigenen Unternehmen den Sprung aus der Armut geschafft.
Man kann Yunus durchaus vorhalten, dass sein Konzept die
Armen, die nicht mehr unternehmerisch tätig sein können, nicht erreicht
und kritisieren, dass er zwanzig Prozent an Zinsen nimmt. Seine Idee,
auf die Kompetenz der Armen selbst zu bauen, ohne materielle Sicherheit
in sie zu investieren und der Welt zu zeigen, dass Zutrauen sich
auszahlt, war für das Nobelpreiskomitee so überzeugend, dass ihm am 10.
Dezember der Friedensnobelpreis in Stockholm überreicht wurde.
weitere Infos und links zum Thema Mikrokredite bei Wikipedia |
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23. Februar 2007 |
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